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Newsblog

Ein Welpe kommt ins Haus

 

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!    (Heinz Rühmann)

 

Hallo Frauchen und Herrchen,

 

ich bin’s, …….KATE

 alt 

 

Ich möchte euch einiges erzählen, was mir meine Mama und mein Papa mit auf den Weg gegeben haben, wenn ich mal in eine neue Familie komme. Ich weiß, dass ich ein Hund bin und ihr Menschen seid. Wir sind also keine Artgenossen, aber seit vielen Jahrtausenden sehr enge Sozialpartner.

Nun ja, ich bin natürlich ganz schön traurig, dass ich jetzt nicht mehr bei Mama, Papa und meinen Geschwistern bin. Doch nun seid ihr meine neue Familie und wir werden bestimmt ganz dicke Kumpel, die zusammen durch dick und dünn gehen.

Ich weiß schon ganz schön viel von euch Menschen, aber was wisst ihr von mir? Kein Thema, ich schreib euch einfach mal mit den Worten meiner Eltern, was diese frischen Hundebesitzern raten, um eine von Vertrauen geprägte Beziehung „Mensch-Hund“ aufzubauen:

 

Es gibt für Menschen zwei ganz wichtige Leitsätze, die ihr euch zu Herzen nehmen solltet, denn dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen:

Lasst eurem Welpen nie etwas durchgehen, was er als erwachsener Hund auch nicht darf.

Konsequenz in der Beziehung bedeutet, im richtigen Moment das Richtige zu tun! Bei aller Konsequenz – vergesst dabei die Liebe nicht.

Und was noch viel wichtiger ist: Vergesst bei aller Liebe die Konsequenz nicht!

Wir wissen, alles was euer kleiner Welpe in der ersten Zeit macht ist ja so goldig. Aber glaubt uns, wenn der Welpe dann älter wird, wird er es euch sehr schwer machen, all das wieder abzugewöhnen, was dann lästig wird. Er wird nicht verstehen wollen, warum er jetzt auf einmal gewisse Dinge nicht mehr darf. Fangt mit der Erziehung in dem Moment an, wenn der Welpe beim Züchter abgeholt wird und glaubt denen nicht, die sagen, dass man in den ersten 6 Monaten (oder noch länger) nichts tun sollte. Ihr werdet das schwer büßen, denn „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“

Ob das nun ist, dass er zur Begrüßung an euch und jedem Besucher hochspringt und Feinstrumpfhosen oder sonstige Kleidungsstücke darunter leiden müssen, erst recht wenn der Hund gerade einen Regenspaziergang hinter sich hat. Oder er mit Begeisterung ins Bett springt. Ihr wolltet ihm ja nur in der ersten Zeit die Mama ersetzen. Ob er hin pieselt wo es ihm gerade passt, weil man in der ersten Zeit noch so viel Nachsehen hatte usw. usw.

………………………………………………………..N E I N !!!

Zeigt ihm von Anfang an, was ihr von ihm möchtet und was er auf keinen Fall darf. Bringt ihm also mit einem energischen Nein, Aus oder Pfui bei, dass weder Teppichboden noch Blumen angenagt werden und die Tischdecke auch nicht zum Runterziehen gedacht ist. Hört er nicht auf, dann holt ihn mit dem gleichen Kommando dort weg,

Schuhe – das ist ein ganz heißes Thema, denn der gute „Duft“ der sie umgibt, zwingt Welpen regelrecht dazu, sich intensiv damit zu befassen. Macht es euch nicht so schwer und stellt sie in den Schuhschrank, der natürlich auch Türen haben sollte. Falls er doch mal einen erwischen sollte, dann reagiert wie oben beschrieben.

Gewährt eurem Welpen ausreichend Schlafpausen. Ihr müsst ihn nun nicht die ganze Zeit beschäftigen, denn so kann man sich auch einen überaktiven Hund erziehen, der nie seine Ruhe findet. Ein Welpe hat noch ein großes Schlafbedürfnis. Selbst ein erwachsener Hund schläft (döst) im Schnitt 17 Stunden.

Im wunderbaren Einklang funktioniert das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund, wenn man sich gegenseitig respektiert (wie bei Menschen, oder?)

 

Die ersten Nächte im neuen Heim. Hier muss nun entschieden werden, ob der Hund im Schlafzimmer oder wo auch immer schlafen soll. Schläft er nicht bei euch, dann solltet ihr die ersten Tage dort mit ihm schlafen, wo ihr ihm seinen Platz zugedacht habt. Wir wünschen für euch und euren Hund, dass es nicht der kalte Flur sein soll. Aber wie wäre es mit dem Wohnzimmer. So gewöhnt er sich an die neue Umgebung und ist nicht allein. Lasst ihr ihn allein, wird er entweder weinen oder versuchen, euch hinterher zu kommen.

Ein Hund macht nie dort hin, wo er schläft. Also wird er sich bemerkbar machen. Nun könnt ihr ihn das erste Mal loben, denn er hat sich ja gemeldet. Nehmt ihn dann und tragt ihn raus, wo er sein Geschäft machen kann. Hier ist das zweite Lob fällig und das wäre dann auch gleich wieder ein Schritt in Richtung „stubenrein“.

Und wo wir gerade beim Thema „stubenrein“ sind. Beobachtet euren Welpen aufmerksam und ihr werdet genau sehen, wann er sein Geschäftchen machen muss.

In der ersten Zeit muss der Welpe grundsätzlich nach dem Fressen, nach dem Schlafen, nach dem Spielen – also bei jedem Beschäftigungswechsel. Geht ihr dann sofort mit ihm raus, habt ihr alle den größten Erfolg. Vergesst natürlich nicht, ihn überschwänglich zu loben, wenn diese Übung erfolgreich war. Aber ihr könnt auch sehen, wann er muss: Fährt er mit der Nase über den Boden wie ein Staubsauger und läuft zick zack, dann ganz schnell auf den Arm und raus mit ihm.

Was tut ihr, wenn der Welpe mal dort hin macht, wo er gar nicht sollte? Dann schnappt den Übeltäter „sofort“ und bringt ihn raus. Kommt auch nur noch ein Tropfen, dann lobt ihn. So wird er sehr schnell lernen, was ihr von ihm wollt.

Nagt der Welpe an Möbeln, wird das sicher nicht euren Beifall finden. Ihm das richtige Kommando geben, ist der erste Schritt. Der zweite wäre, wenn er nicht aufhört, ihn davon wegzuholen, wieder mit dem Kommando. Diese Regel gilt übrigens für alle unerwünschten Handlungen des Welpen.

Aber mindestens genauso wichtig ist es, ihm einen Ersatz zu bieten. Also gebt ihm etwas, worauf er rum nagen darf (Kauknochen o. ä.). Vor allem im Zahnwechsel wird seine Nagewut keine Grenzen kennen.

Irgendwann kommt dann auch der Besuch beim Tierarzt. Manche gehen das erste Mal dort hin, um den Hund nur vorzustellen, also einfach ein kurzer Checkup, ohne Spritze. Benehmt euch, als wäre es das selbstverständlichste von der Welt. Macht nicht, was die meisten machen: Der Welpe sitzt bibbernd neben dem Besitzer und der hat nichts besseres zu tun, als unentwegt den Hund zu streicheln, in der Meinung, er würde ihn beruhigen. Er macht aber genau das Gegenteil – bestärkt die Angst, denn Streicheln ist Lob! Der Hund hat beim nächsten Tierarztbesuch schon das Bibbern drauf, bevor er in der Praxis ist. Wenn es die Umgebung zulässt, lasst ihn laufen, damit er alles ab schnuppern kann und lobt ihn, wenn er sich vorbildlich verhält.

 

Der Weg zu einem gut erzogenen, selbstsicheren Hund ist nicht der kürzeste. Aber es lohnt sich!

 

Ich hoffe, ihr habt verstanden, was meine Eltern euch sagen wollten. Allerdings müsst ihr mir dabei helfen, dass ich das alles schaffe, denn ohne euch krieg ich das nicht hin. Habe deswegen heute Vormittag, als ich kurz allein war, übers Internet einen Hundepsychologen ausfindig gemacht und ihn gebeten, euch noch einige Informationen zu diesem Thema zukommen zu lassen. Er hat mir versprochen, dass er dies so schnell wie möglich erledigen wird.

 

Hab euch ganz doll lieb………..eure Kate   

 

                                              alt

 

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